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Aktuell überschlagen sich die Ereignisse in Bezug auf die Corona-Situation. Es kommt zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und bei der Reisefreiheit. Dies wird auf jeden Fall Auswirkungen auf das Konsumverhalten und die Wirtschaft allgemein haben.

Viele Unternehmer und Selbstständige fragen sich nun:
Wie soll ich mich am besten verhalten, um die Auswirkungen auf mein Unternehmen gering zu halten?
Wie kann eine angepasste Marketing-Strategie aussehen, welche die neuen Bedingungen bestmöglich für sich nutzt?

In Krisenzeiten ist die richtige Marketing-Strategie sehr entscheidend. Viele Unternehmer reduzieren einfach drastisch ihr Marketingbudget. Kein Marketing ist aber sicher die schlechteste Lösung. Denn die einzigen, die davon profitieren, sind die Konkurrenten.

Zunächst ist es wichtig Ruhe zu bewahren und keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen. Wenn Sie Online-Marketing bereits für Ihr Unternehmen einsetzen, erfüllen Sie bereits eine wichtige Voraussetzung, um weiter erfolgreich am Markt sichtbar zu sein und die Kundenbindung aufrecht zu erhalten. Folgende Punkte sollten Sie sich klar machen:

  • Das Konsumverhalten wird sich kurzfristig ändern, die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden sind aber weiter vorhanden und werden zeitversetzt befriedigt werden müssen
  • Die Interessenten werden verstärkt Online-Kanäle nutzen, um sich zu informieren und Waren (und Dienstleistungen) zu kaufen, da sie sich verstärkt zu Hause aufhalten
  • In der Verkaufs-Psychologie finden sich reichlich Beispiele dafür, dass Menschen in herausfordernden Situationen nach einer Phase des „Sicherheitsdenkens“ in eine Phase des „Belohnungsdenkens“ kommen und verstärkt Waren und Leistungen für sich selbst nachfragen
  • Die Internetnutzung wird stark steigen, das Internet wird in Deutschland aber stabil bleiben (Siehe Informationen der Deutschen Telekom zum Notfallplan)
  • Wenn Sie jetzt falsch reagieren, wird dies Ihr Wettbewerber ausnutzen

Und: auch wenn es aktuell schwer abzuschätzen ist, es wird eine Zeit nach der Krise geben. In anderen Ländern zeigen sich bereits Tendenzen zur Entspannung. Es wird Medikamente und Impfstoffe geben. Die Hysterie wird abflachen und die Leute werden zur Normalität übergehen. Der Unternehmer, welcher dann am besten aufgestellt ist, wird weiter wie vorher erfolgreich sein.

Hier 10 Tipps, wie Sie aktuell Ihr Online-Marketing aufstellen sollten, um mit der aktuellen Situation umzugehen:

 

1. Machern Sie eine erweiterte IST-Analyse Ihres Online-Marketings

Verschaffen Sie sich im ersten Schritt über folgende Punkte Klarheit:

  • Wie erfolgreich waren Ihre bisherigen Marketingaktivitäten
  • Wie vertrauenswürdig und kompetent wirken Sie auf Ihre Kunden
  • Wie präsentieren Sie Ihre Leistungen
  • Was haben Sie unternommen, um alles im Sinne der Kundenzufriedenheit richtig zu machen

 

2. Festigen Sie Ihre Positionierung und die eigene Marke

Es ist sehr wichtig, dass Sie und Ihre Marke weiter sichtbar bleiben. Dass Markenbildung in Zeiten der sozialen Medien zu einer echt schweren Disziplin geworden ist, ist bekannt. Die potenziellen Kunden werden täglich mit immer mehr Werbebotschaften „bombardiert“. Beziehungen zu Kunden werden im Regelfall über mehrere Monate liebevoll aufgebaut und gepflegt. Diese Beziehungen können nicht einfach „eingefroren“ werden bis die Corona-Krise vorüberzieht und wieder Geld für Werbung da ist. Für jedes Unternehmen, das während der Krise komplett auf Marketing verzichtet, gibt es mindestens ein Unternehmen, dass sich während dieser Zeit der eigenen Zielgruppe widmet – und versucht diese für sich zu gewinnen!

 

3. Festigen Sie Ihre Kundenbeziehungen

Zeigen Sie Stärke und bleiben Sie mit den Kunden verbunden. Gewinnen Sie Solidarität und Verbundenheit. Bleiben Sie ehrlich und authentisch. Investieren Sie in Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Starten Sie Aktionen, um Ihre Kunden und die Gesellschaft zu unterstützen. Motivieren Sie Ihre Kunden, laufend Informationen von Ihnen zu erhalten, indem Sie verstärkt auf E-Mail-Marketing setzen.

 

4. Erweitern Sie Ihre Kampagnen um Branding und Kundenbindung

Prüfen Sie Ihre Online-Kampagnen und stellen Sie die Ziele verstärkt auf Sichtbarkeit, Markenbildung und Kundenbindung um. Verschieben Sie Budgets von reinen Kaufabschluss-Kampagnen auf Traffic und Sichtbarkeits-Kampagnen. Nur so bleiben Sie im Sichtfeld Ihrer Kunden, sonst besetzen diese Plätze Ihre Mitbewerber. Nutzen Sie so die verstärkte Internetaktivität der Interessenten, um Ihr Marketing effektiver zu machen und die Marke nachhaltig zu stärken.

 

5. Erhöhen Sie die Laufzeiten der Re-Marketing Gruppen

Setzen Sie auf jeden Fall Re-Marketing Zielgruppen bei Google und Facebook ein und erweitern Sie diese auf mindestens 180 Tage. So können Sie Personen, die aktuell noch nicht kaufbereit sind, auch nach längerer Zeit wieder ansprechen und dann zu einem Kauf führen, wenn das Konsumverhalten auf den „Belohnungsmodus“ umschaltet. (siehe oben)

 

6. Passen Sie Ihre Marketing-Botschaften an

Prüfen Sie alle Kampagnen und Werbebotschaften. Passen diese zur aktuellen Situation? Gibt es Widersprüche? Sprechen Sie die aktuellen Bedürfnisse an? Vermitteln die Botschaften Beständigkeit, Vertrauen und Empathie?

 

7. Prüfen Sie alle Kanäle die noch Offline-Methoden verwenden, ob diese auf Online-Kanäle umgestellt werden können

Arbeiten Sie noch mit Vor-Ort-Besuchen bei der Kundenakquise? Prüfen Sie, ob dies durch Online-Meetings ersetzt werden kann. Haben Sie Ausstellungsräume und Produkt-Präsentationen in geschlossenen Räumen? Erstellen Sie einen virtuellen Show-Room und setzen diesen auf Ihre Webseite. Interessenten können sich so, ähnlich gut wie bisher, über die Produkte informieren und Sie können diese über die passende Ansprache (Chat, Telefon, E-Mail) auf der Webseite mit Online-Präsentationen zu Kunden machen. Hierzu kann man 3D Scans oder 360° Kameras verwenden.

 

8. Testen & Optimieren Sie alle Kampagnen laufend

Die Situation ändert sich derzeit täglich. Deswegen ist es wichtig, ständig alle Kampagnen zu überwachen, um auf veränderte Bedingungen zu reagieren. Verwenden Sie aktuell noch mehr Varianten und alternative Botschaften als bisher. Eine derartige Situation ist bisher einmalig in den letzten Jahrzehnten und durch die starke Vernetzung der Gesellschaft über soziale Medien, können Trends sehr schnell entstehen und wieder gehen.

 

9. Lassen Sie Ihr Online-Marketing weiter von Experten durchführen

Sie benötigen aktuell alle eigenen Ressourcen für sich, Ihre Familie, Ihre Mitarbeiter und letztlich Ihr Unternehmen. Sie können sich unmöglich in kurzer Zeit unter dieser Belastung den Wissenstand eines erfahrenen Experten aneignen. Prüfen Sie Kosten und Nutzen und die Wertschöpfung, welche Sie mit Ihrer Arbeitszeit erreichen können.

 

10. Halten Sie weiter den Blick auf wichtige Trends, denken mit Weitsicht und Kontinuität

Kurzschlussreaktionen werden meist negative Effekte für Sie haben. Informieren Sie sich stets sorgfältig und sprechen Entscheidungen im Team und mit Beratern ab. Aktuell ist es für den einzelnen fast nicht mehr möglich, den Überblick über alle Informationen zu haben und vor allem Falsch-Meldungen immer sofort zu identifizieren. Viele unlautere Mitbürger versuchen gerade schon, die Situation durch gezielte Falschmeldungen für sich auszunutzen.

 

Wenn Sie Fragen zu Ihrer aktuellen Online-Marketing-Strategie haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Laufend neue Tipps und Hilfsstellungen erhalten Sie auch in unserem Newsletter.