Interview Sichtbarket mit Ivan Blatter - neues Zeitmanagement

Experten-Interview mit Ivan Blatter: Was bedeutet für Sie „Sichtbarkeit“ und „Wirksamkeit“ im Web?

Mit diesen Blog-Artikel setzen wir unsere Serie mit Interviews zum Thema „Sichtbarkeit“ und „Wirksamkeit“ im Web fort. Viele bekannte Social Media und Internet-Experten haben uns Rede und Antwort gestanden und geben ihre besten Ansichten und Einsichten hier an Sie weiter. Freuen Sie sich auf weitere Interviews in weiteren Artikeln.

Heute mit Ivan Blatter, Trainer für neues Zeitmanagement.

Bitte stellen Sie sich den Blog-Lesern kurz vor. Was sind Ihre aktuellen Lieblings-Themen? Für was stehen Sie als Experte?

Ich bin Personal Trainer für neues Zeitmanagement und helfe Solopreneuren und Unternehmern, ihre Produktivität zu verdoppeln, so dass sie ihre Leidenschaft nicht nur ausleben können, sondern damit auch genug Geld verdienen.

Mein Kernthema ist das Zeitmanagement. Genau darüber führe ich seit Jahren einen Blog und einen Podcast mit über 400 Artikel und über 120 Podcast-Folgen.

Wenn Sie an das Schlagwort „Sichtbarkeit“ in Hinsicht auf Online-Kanäle denken, welche Aspekte gibt es da aus Ihrer Sicht für Unternehmer heutzutage zu berücksichtigen?

Heute ist es problemlos möglich, sein gesamtes Marketing online zu führen – wenn man sein Business auch darauf ausrichtet. Die „Sichtbarkeit“ erfüllt dann mehrere Funktionen: In erster Linie geht es natürlich darum zu beweisen, dass man wirklich Experte auf seinem Gebiet ist.

Eine zweite Funktion – und eigentlich die viel schwierigere – ist das Aufbauen von Vertrauen. Wenn ich mit einem Menschen spreche, dann sieht und hört er mich. Er bekommt alle non-verbalen Zeichen auch mit und er beginnt, mir zu vertrauen. Das kann ich online nie ganz erfüllen. Hier findet die Kommunikation asynchron statt: Der Leser/Hörer konsumiert meinen Inhalt, wenn er Zeit und Lust hat. Direkte Rückfragen sind nicht möglich, vieles in der direkten Kommunikation geht verloren.

Umso wichtiger ist es, mich auch als Mensch „spürbar“ zu machen. Deshalb heißt Sichtbarkeit nicht nur, qualitativ hochstehende fachliche Inhalte zu veröffentlichen, sondern auch die Person oder das Unternehmen dahinter spür- und erfahrbar zu machen. Das ist die große Herausforderung.

Website, SEO, Newsletter, Social Media, Bewertungsplattformen, Online-Shops und Mobile Marketing haben mittlerweile in fast allen Branchen oberste Priorität. Wer heute über Sichtbarkeit spricht, meint meistens Sichtbarkeit im Netz, selbst dann, wenn die tatsächliche Leistung wie bei Hotels oder Restaurants offline erbracht wird.

Unternehmer müssen sich deshalb weit über Produkte und Dienstleistungen hinaus Gedanken machen über ihre Auffindbarkeit, Präsenz und Reputation im Internet. Das sind für mich die drei entscheidenden Aspekte im Sichtbarkeitsmarketing-Marketing.

Welche positive Wirkung hat Ihrer Meinung nach eine optimale Sichtbarkeit für ein Unternehmen oder selbstständigen Experten?

Wenn jemand heutzutage etwas sucht, dann googelt er danach. Oder er fragt in seinem Netzwerk und besucht dann die Webseite der empfohlenen Unternehmen oder Experten und bildet sich eine erste Meinung. Erst danach entscheidet er, ob er direkten Kontakt aufnehmen will oder eben nicht.

Sieht er nun, dass das Unternehmen oder der Experte hervorragend vernetzt ist, häufig zitiert wird und eine ansprechende Online-Präsenz hat (sowohl auf der eigenen Webseite wie auch in den Social Media), steigt das Vertrauen. Er „kennt“ das Unternehmen bereits und das Unternehmen hat im Idealfall einen kleinen Vertrauensvorsprung. Dieser Vorsprung kann den Unterschied machen.

Welche Faktoren und Themen werden in 2016 für Unternehmen, welche sich online erfolgreich von der Masse abheben wollen, zusätzlich noch bestimmend sein?

Die Möglichkeiten sind praktisch unendlich und damit die Gefahr, sich zu verzetteln, riesig. Deshalb ist die Fokussierung für mich ein Schlüssel. In welchen Netzwerken bewegt sich also meine Zielgruppe? Was will ich erreichen? Welchen Nutzen will ich meiner Zielgruppe bieten (Unterhaltung? Information? Support? Usw.)?

Diese Fragen helfen, die passenden Kanäle herauszufinden. Sobald das geschehen ist, geht es darum, die Kanäle regelmäßig mit guten Inhalten zu versorgen. Dabei ist ein Redaktionsplan unverzichtbar.

Online-Marketing kann nicht „nebenbei“ gemacht werden, sondern braucht einen festen Platz in der gesamten Marketing-Strategie – mit allen Konsequenzen (Investition von Zeit, Manpower, Geld usw.).

Welchen aktuellen Expertentipp empfehlen Sie unseren Lesern, den diese sofort umsetzen können?

Lieber Schritt für Schritt vieles richtig machen, als alles auf einmal falsch machen. Sprich: Lieber wenige Kanäle konsequent und regelmäßig pflegen, als Hansdampf in allen Gassen sein zu wollen und sich völlig zu verzetteln.

Das heißt auch, sich die Zeit zu nehmen und eine saubere Online-Marketing-Strategie zu entwickeln, die in die gesamte Strategie des Unternehmens passt.

Herr Blatter, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch.

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